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Der 16. Juni ist der Tag des Cholesterins.

Der „Tag des Cholesterins“ am 16. Juni hat sich in diesem Jahr den Blutgefäßen und der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewidmet. Bedeutsam sind dabei auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Bestimmung des Cholesterins und weiterer Blutfettwerte.

Erhöhte Cholesterinspiegel sind eine Hauptursache für Atherosklerose und können gravierende Langzeitfolgen verursachen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit). Vielen Betroffenen ist nicht bewusst, dass ihr LDL-Cholesterinwert zu hoch sein könnte. Zum diesjährigen Tag des Cholesterins stehen daher Blutgefäße und die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Fokus.

Jeder Mensch kann viel für die Gesunderhaltung seiner Blutgefäße tun. Das beginnt bei einem gesundheitsförderlichen Lebensstil, d. h. nicht Rauchen, einer ausgewogenen herzgesunden Ernährung, regelmäßigem Sport und einem bewegten Alltag mit aktiven Entspannungspausen. Wichtig  sind aber auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Bestimmung des Cholesterins und weiterer Blutfettwerte, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Fettstoffwechsel-Störungen können primär (erblich) oder sekundär (erworben) sein. Wenn gehäuft erhöhte Blutfette in der Familie liegen, also erblich bedingt sind, ist die Gefahr groß, schon in jungen Jahren kardiovaskuläre Ereignisse zu erleiden. Bei der häufigsten erblichen Form sprechen Mediziner von einer familiären Hypercholesterinämie (FH). Die FH gilt als Hochrisikokonstellation für Herzinfarkt und Schlaganfall. Da der Zusammenhang zwischen Senkung des LDL-Cholesterinwerts und Reduktion des Risikos linear ist („the lower the better“), sind die Zielwerte tiefer, je höher das kardiovaskuläre Risiko ist.

Die Zielwerte für das LDL-Cholesterin sind entsprechend des Risikos festgelegt:

  • Bei sehr hohem Risiko: Ziel < 55 mg/dl (1,4 mmol/l) und ≥ 50 % Senkung
  • Bei hohem Risiko: Ziel < 70 mg/dl (1,8 mmol/l) und ≥ 50 % Senkung
  • Bei moderatem Risiko: Ziel < 100 mg/dl (2,6 mmol/l)
  • Bei niedrigem Risiko: Ziel < 116 mg/dl (3,0 mmol/l)

Weitere Informationen über die Möglichkeiten einer genetischen Beratung bei erblichen Fettstoffwechselstörungen erhalten Sie hier.