Analyten Molekulargenetik

Osteogenesis imperfecta

OMIM: 166200, 166210, 610967, 613982
Diagnostik:

Sequenzierung und CNV: COL1A1, COL1A2

oder Basispanel
Sequenzierung und CNV: COL1A1, COL1A2, IFITM5, SERPINF1, CRTAP, P3H1. PPIB, SERPINH1, FKBP10, SP7 (<25kb)

Material:

2 ml EDTA-Blut

Analysezeit: 6-8 Wochen
Formulare:  

Das klinische Leitmerkmal der Osteogenesis imperfecta (OI) ist eine starke Neigung zu Knochenbrüchen. Klinisch lassen sich 5 Entitäten unterscheiden.

Die OI vom Typ I verläuft relativ mild, die Patienten leiden nicht an Knochen-deformationen bei in der Regel normaler Körpergröße, weisen aber blaue Skleren auf. Der Typ II ist letal, die Kinder zeigen bei Geburt zahlreiche Frakturen der Rippen und langen Röhrenknochen. Beim Typ III imponieren die geringe Körpergröße, schwere Skoliose und Dentinogenesis imperfecta (DI) bei gräulichen Skleren. Typ IV-Patienten zeigen moderaten Kleinwuchs, leichte Skoliose, weiß-graue Skleren und DI. Beim Typ V findet man leichten Kleinwuchs und dislozierte Radiusköpfchen, die Skleren und Zähne sind aber normal.

Genetisch sind mehrere Gene als ursächlich beschrieben worden, die unterschiedlichen OI-Typen zugegordnet werden (Hauptformen: COL1A1, OI-Typ 1-4, COL1A2, OI-Typ 2-4, IFITM5, OI-Typ 5, SERPINF1, OI-Typ 6, CRTAP, OI-Typ 7, P3H1, OI-Typ 8, PPIB, OI-Typ 9, SERPINH1, OI-Typ 10, FKBP10, OI-Typ 11, SP7, OI-Typ 12).

Bei ca. 95% der Patienten findet man eine Mutation in den Genen COL1A1 oder COL1A2. Patienten mit einer COL1A1-Genveränderung können zusätzlich Symptome eines Ehlers-Danlos-Syndroms vom klassischen Typ zeigen.

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