Analyten Molekulargenetik

Charcot-Marie-Tooth Neuropathie Typ 1A, 1B, X1 (CMT1A, CMT1B, CMTX1)

OMIM: 118220, 302800, 118200
Diagnostik:

QF-PCR und/oder MLPA
Kopiezahlbestimmung PMP22-Gen
Sequenzierung GJB1-Gen bzw. MPZ-Gen

Material:

2 ml EDTA-Blut

Analysezeit: 2 Wochen
Formulare:  

Morbus Charcot-Marie-Tooth (abgekürzt CMT) ist die häufigste unter den erblichen neurogenen Muskelatrophien, die klinisch charakterisiert ist durch eine langsam progrediente Schwäche und Atrophie der distalen Muskulatur (Arm- und Beinmuskulatur), häufig begleitet von einem milden bis moderaten sensorischen Verlust.

Sie ist gekennzeichnet durch eine Nervenleitungs­geschwindigkeit von unter 25 m/s. Bei der großen Mehrzahl der Patienten mit einer klinisch gesicherten Diagnose findet sich eine Duplikation einer ca. 1,5 Mb großen Region auf dem kurzen Arm von Chromosom 17, welche das Gen PMP22 einschließt. Die durch die Kopiezahl-Erhöhung bedingte Über­expression des für ein peripheres Myelinprotein kodierenden PMP22-Gens ist die molekulare Ursache der CMT Typ 1A (OMIM 118220).

Seltener sind Mutationen im GJB1-Gen, das für das Connexin 32 kodiert und auf dem X-Chromosom lokalisiert ist (CMT X1, OMIM 302800), oder im MPZ-Gen, das für ein Protein kodiert, welches den Hauptbestandteil der Myelinhülle bildet (CMT Typ 1B, OMIM 118200).

Indikation:

  • hereditäre Neuropathie  vom Typ Charcot-Marie-Tooth
  • hereditäre motorisch-sensible Neuropathie

Diagnostik:

QF-PCR und/oder MLPA
Kopiezahlbestimmung PMP22-Gen
Sequenzierung GJB1-Gen bzw. MPZ-Gen

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